Monatsarchiv: Februar 2012

Vergnügunstipp Nr. 2

Wenn halbstarke, pupertierende Jugendliche in der Bibliothek für Unruhe sorgen und im Rudel auftreten einfach mal laut „Deine Mudder“ sagen.

Die Stille die daraufhin folg ist einfach herrlich – die Gesichter  der möchtegern Vorstadtgangster sind einfach unbezahlbar.

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Vergnügungstipp Nr. 1

Vermeide den Begriff“Herkunftswörterbuch“ es macht viel mehr Spaß die Schüler fragend anzuschauen wenn sie sich die Zunge verknoten bei dem Versuch „Etymologisches Wörterbuch“ auszusprechen.

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Die Sache mit dem Fristzettel

In jedes ausgeliehene Buch mache ich einen Fristzettel rein. Als Lesezeichen und Erinnerungsstütze. Denn ein verspätetes Abgeben kostet halt 2 € , den Gegenwert einer Pizzaschnitte in der Schulmensa ;0)
Somit sind fast alle Schüler sehr darauf bedacht ihre Bücher immer rechtzeitig zurückzugeben bzw zu verlängern. Ich denke ja nicht das Mama und Papa extra Taschengeld zahlen wenn ein Brief nach Hause kommt dass das Kindlein Mahngebühren zahlen muss.
Gestern stand ein völlig trauriger und niedergeschlagener Junge vor mir. Er war wirklich fast am weinen. Ich dachte nun der sagt mir gleich dass er ein Buch verloren hat, es nass geworden ist, sein Hund es zerfleddert hat, böse Dämonen es nachts aus seinem Zimmer geklaut hätten etc.
Er hielt einen kleinen Zettel in der Hand und fing stockend an zu erzählen.
„Ja, also, ähm, ich habe ein Buch ausgeliehen….das habe ich noch nicht zuende gelesen, ich brauche es noch. Aber, mir ist etwas schlimmes passiert (aha, nun kommts). …..“
Kurze Stille
„Na, so schlimm wird schon nicht sein“
„Doch, ich habe den Fristzettel kaputtgemacht“
Er hielt mir einen zerknüllten und zerrissenen Fristzettel hin.
Mein erster Gedanke war ja theatralisch die Augen aufzureißen mit den Worten „Mein Gott, Junge! Der Fristzettel ist so dermaßen wichtig – ich fürchte ich muss dich nun für 6 Monate in die Minen schicken!“
Aber in Anbetracht dessen dass dieser Sechsklässler mit bebender Unterlippe vor mir stand habe ich ihn dann beruhigt und ihm erklärt dass der Fristzettel nur als Erinnerung da ist und es nicht schlimm ist wenn der malkaputt geht. Ich hab das Buch verlängert und ihm einen neuen Fristzettel gegeben.
Ganz verstanden hat er es aber scheinbar doch nicht, oder er war zu erleichtert dass die Kampfbibliothekarin ihn nicht in eine Kröte verwandelt hat.
Er meinte dann „Auf den passe ich besser auf.“
Ja, mach das mein Kind und ich hoffe dass du dir in nächster Zeit nur über solche Sachen Sorgen machen musst ;0)
Voll die Sorgen machte sich gestern eine Lehrerin. Sie streckte den Kopf durch die Tür und fragte völlig aufgeregt ob hier ein Schüler mit einer Kiste Bibeln sei.
„Nein, hier ist kein Schüler mit einer Kiste Bibeln. Tutmir leid“
„Ich hab das Kind vor 20 min. nur in den Nebenraum geschickt die Bibeln wegbringen. Nun ist der Schüler nimmer aufgetaucht und die Bibeln sind auch weg.“
30 min. später kam die Lehrerin wieder rein und hatte immer noch keine Ahung wo der Schüler und die Bibeln sind.
Dämonenbrut? Satanisten? Null Bock auf Reli? Oder die Mensatante hat gestern wieder Muffins gebacken und der Bengel hatte besseres zu tun als Bibeln wegzubringen ;0)

Also dann, lassen wir auch mal unsere Arbeit ab und an liegen und gönnen uns was gutes ;0)

Eure Kampfbibliothekarin

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Immer diese Diskussionen

In einer Bibliothek gilt ja bekannter Maßen ein absolutes Ess- und Trinkverbot. Das ich meine Teetasse an meinem Arbeitsplatz stehen habe und auch mal in mein Brot beiße ist natürlich ein gefundenes Fressen für die Schüler. Schicke ich doch gnadelos alle raus die versuchen zu essen und zu trinken. Nebenbei bemerkt gibt es keinen Schüler der einen Schokoriegel oder ein Pausenbrot geräuschlos auspacken kann. Sie haben es versucht – und sind gescheitert. Ich habe eben die Macht ;0)

Ich musste nun die Bibliotheksregeln umändern, extra für die gaaanz schlauen.

„Das Essen und Trinken ausserhalb der Ausleihtheke ist nicht gestattet“

Für die die es dann immernoch wissen wollen klebt ein Post-It am Zugang der Theke

„Zutritt nur für Mitarbeiter“

 

Ha! Nun genehmige ich mir erstmal nen Tee.

 

Eure Kampfbibliothekarin

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Möge die Macht mit mir sein

Als „Erziehungsmaßnahme“ darf ich sehr beratungsresistente Schüler auch ins Klassenbuch eintragen.
Eines Tages war es soweit, die Kampfbibliothekarin zückte ihren Kugelschreiber und machte sich auf den Weg in einen Klassenraum um zur Tat zu schreiten. Bei meiner Rückkehr in den Ort der Stille und des Lernens schauten mich zwei Fünftklässler mit großen Augen an.
„Na? Wie kann ich euch beiden denn helfen?“
„Dürfen Sie wirklich Klassenbucheinträge verteilen?“
„Na klar darf ich das. Wer sich nicht an die Regeln hält wird halt bestraft.“
Einer der beiden pfiff leise und meinte „Boah! So eine Macht haben Sie?“

Jaaaaaaa, ich habe die Macht und niemand kann mich aufhalten!

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Die wunderbare Welt der Bücher

Hallo weltweites Netz,

der Mikrokosmos einer Schulbibliothek liefert soviel kurioses und teilenswertes dass ich beschlossen habe diese Dinge festzuhalten.

Wer kann sich nicht noch an seine Zeit in der Schule und somit der Schulbibliothek erinnern? Hier mal ein kleiner Blick hinter die Ausleihtheke, rein in den täglichen Irrsinn, Unsinn und was nicht noch alles.

Ich bin noch arg am rumexperimentieren und bitte um Geduld wenn das ein oder andere hier noch ein wenig chaotisch daherkommt. Ich arbeite dran.

Auf bald,

die Kampfbibliothekarin

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