Monatsarchiv: November 2012

Großkampftag

Heute ist ein wahrer Großkampftag. War gestern auch schon. Aber wenn gleich 3 Lehrer und ein Bibliothekar ausfallen wirds auch hier recht eng.

Ich habe allerdings eine neue Kategorie von Benutzern entdeckt. „Das Sprachrohr“

Bei dem Sprachrohr handelt es sich um zwei allerallerallerbeste Freundinnen. Die sind so dermaßen beste Freundinnen dass sie sich beim gehen und stehen entweder an den Schultern, den Ellbogen oder den Händen berühren, so eng sind die zusammen 😉

Und eine von ihnen ist das Sprachrohr. Sie redet für beide und zwar alles. Sie beantwortet auch die Fragen der allerbesten Freundin, kennen sie sich doch so gut und wissen alles voneinander.

Das heutige Sprachrohr hat allerdings etwas übertrieben.

Die „stumme“ Freundin flüsterte ihr was ins Ohr und das Sprachrohr sprach dann mit mir o.O Wtf? Hallo?! Geht’s noch? So streng bin ich nun auch wieder nicht!

Gestern ging mal wieder ein Schüler verloren. Ein Lehrer kam gleich dreimal in die Bibliothek und suchte alles ab. Ich frage mich echt wie sowas passieren kann, aber witzig ist es immer wieder 😉 Der zunehmend ratlose Gesichtsausdruck bei einem sonst immer so souverän wirkenden Lehrer.

Für die letzten beiden Kampftage gönnte ich mir heute ein schmackhaftes Mittagessen in der Schulcafeteria. Das Essen dort ist immer, ich wiederhole IMMER total lecker. Und mit 3,50 € noch sehr günstig. Keine Pampe und alles frisch gekocht. Lieder fiel durch die Krankheitsfälle meine Mittagspause sehr kurz aus und da am Lehrertisch nun nicht gerade meine Lieblingslehrer saßen beschloss ich einen Ausbruchsversuch.

Mit dem vollbeladenen Tablett gings raus aus der Cafeteria und rein in die Bibliothek, vorbei ein zwei entsetzten Kunstlehrerinnen die mir noch halblaut hinterher riefen „Ey, was machst du denn da? Lass dich bloß nicht vom Chef erwischen!“

Ich muss dazu sagen dass unser „Chef“ sagen wir mal, zu der strengeren und eher ungeduldigen Sorte Mensch gehört.

Ich schlich mich also ninjagleich in die Bibliothek zurück und begann zu essen. Alle Schüler wünschten auch brav eine guten Appetit. Zwei Schüler waren begeistert dass die Kampfbibliothekarin auch mal was halbwegs Verbotenes macht und einer meinte meine Wahl sei gut getroffen, er hätte das Gleiche gegessen 😉

Ich war innerhalb von 6,5 min. fertig und brachte das Tablett wieder zurück in die Cafeteria. Zum Glück hat mich ein Lehrer gewarnt und ich nahm den anderen Eingang sonst hätte mich doch noch der Zorn des Chefs getroffen! Wir dürfen nicht in Leherzimmern oder sonstwo essen. Gegessen wird in der Cafeteria. Sonst auch gar kein Problem aber heute gings halt nicht anders.

Unbehelligt wieder zurück an der Ausleihtheke gabs dann noch nen Kaffee (leider nicht aus meinem Thermobecher) und einen Marsriegel.

Großkampftage können zwischendrin auch mal etwas Entspannung bieten.

Nun wünsche ich mal allen gestressten Mitlesern einen entspannten Resttag!

 

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Ein Kommentar

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Danke an die Vergesslichen

Danke an alle Schüler denen der Kopf ständig schwirrt und die so praktische Ding wie Bastelscheren, Bastelkleber, Skalpelle oder ähnliches hier liegen lassen.

Somit hatte ich genügend Material zur Verfügung um dem kleinsten Kampfzwerg eine Notlaterne zu basteln. Ist zwar schon etwas her aber Danke sagen darf ich ja noch.

Die Laterne beschloss am Morgen des Martinsumzugs den Geist aufzugeben. Ich bin also in meiner mehr als knapp bemessenen Pause in einen Bastelladen gehetzt um Karton und buntes Papier zu besorgen. Eifrige Bastelmuttis waren zuhauf da um Gedöns für selbstgestaltete Adventskalender zu besorgen. Kopfschüttelnd standen sie um mich rum als ich bezahlen wollte. Zwei oder drei schnippische Bemerkungen wurden großmütig von mir ignoriert. Beim zurückhetzen in die Bibliothek wurde ich dann noch fast von der Straßenbahn überrollt und sprang beinahe über ein Brückengeländer. Liebe Hundebesitzer, wenn ihr Liebling mir bellend und geifernd entgegensprintet glaube ich keine Nanosekunde lang das „der nix tut“.

Völlig ausser Atem begann ich dann halb unter der Ausleitheke eine Laterne zu basteln. Ich war so stolz! Das Teil ist dermaßen stabil geraten dass es den Abend mitsamt Umzug überlebt hat!

Also meinen herzlichen Dank an die Schüler. Ohne Bastelkleber, Schere und Skalpell hätte ich das nicht so gut hingekriegt 😉

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Aufregerle des Tages : Falsche Anrede

Da war aber jemand wütend!

Ich erneuerte gerade einen Signaturaufkleber als die Tür aufgerissen wurde und bevor jemand vor der Theke stand flog ein Brief in mein Blickfeld.

Öhm, aha.

„Ich muss mich beschweren! Ich finde es unverschämt was Sie da gemacht haben!“

„Öhm……Hallo? Was ist los?“

„Ich habe eine Mahnung bekommen! Und die an Herrn Ingrid (Name erfunden) Schmitt geschickt! Ich bin kein Mann! Ich bin weiblich, verdammt nochnmal!“

Ich bin etwas platt wie sehr man sich darüber aufregen kann. Ich versuchte zu erklären dass die Mahnschreiben automatisch ausgedruckt werden und es schonmal vorkommen kann dass das System etwas falsch machen kann. Ich schaut kurz nach und tatsächlich wurden an diesem Tag nur Mahnung an Herren verschickt. Leider war Ingrid immernoch sehr wütend und dachte ich wolle sie veralbern. Ich wurde richtig ratlos wie ich die Schülerin noch beruhigen konnte. Es nützte alles nix, sie war fuchsteufelswild und sauer und überhaupt

Vllt. liegt es daran das Ingrid so überhaupt nicht ausschaut wie ein Mädchen. Kurze Haare, Skaterklamotten, raushängende Boxershorts, ihr Gang und ihre Gesten sind ebenfalls sehr männlich. Ich persönlich sehe da kein Problem und würde sowas niemals belächeln – sind doch die Gründe für so ein Auftreten breit gestaffelt und oft steckt mehr dahinter als eine  „Phase“ oder ein besonderer Modegeschmack. Ich muss auch zu meiner Verteidigung sagen dass ich sie noch nie als Jungen angesprochen habe.

Ich entschuldigte mich mehrfach und versicherte ihr dass an diesem Tag einfach der Computer gesponnen hat und auf wirklich jeder Mahnung „Herr“ stand.

Es nützte alles nix, stinksauer verließ sie die Bibliothek und ich blieb dann doch etwas kopfschüttelnd und ratlos zurück.

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Ohje, Ohje

Das Leben hat mich nun total vom bloggen abgehalten! Böser Alltag!

Da ich mich nun, da ich bald wieder Geburtstag habe ernsthaft dem Thema „Erwachsenwerden für Anfänger“ widmen möchte ….. (oder es doch wieder auf nächstes Jahr verschiebe (hihi))….haben der Kampfgatte und ich uns ein Haus gegönnt. Dieses haus wird nun in ein paar Tagen aufgebaut und wir haben viel zu tun. Planen. Einkaufen. Wie aufgescheuchte Hühner rumlaufen und Panik schieben und grinsend wie kleine Kinder vor Weihnachten im Kalender die Tage ausstreichen.

Ich versuche allerdings zwischendurch immer wieder mein Blog zu pflegen. In den Ferien ereignete sich aber auch so wirklich garnix. Ich habe mir dann auch noch ein sehr langes Wochenende gegönnt. Halloween mit größtmöglichem Zombianteil gefeiert. Zum Glück kamen wenige Kinder klingeln somit hatten die Kampfzwerge, der Kampfgatte und ich genug Süßkram um den 1. November im Zuckerdelirium zu verbringen.

Nun komm mir bitte keiner mit Amikram, blöd, wir haben doch Fastnacht. Jaaahaaaaaa! Aber ich liebe Halloween, Horrorfilme, ekelig zurechtgemachtes Essen, gruselige Verkleidungen – basta ;0)

Heute also wieder erster Kampfeinsatz an der Schulfront und prompt kam die liebe Bibi. Übersah dann ganz selbstbewusst die lange Schlange vor der Ausleihtheke weil alle Schüler gleich in der ersten großen Pause Bücher verlängern und/oder zurückbringen wollten und kam direkt zu mir hin um ihr Buch zu verlängern. Ich schickte sie dann ans Ende der Schlange.  Sie gab dann 5 min. später ihr Buch ab und ging zu den Regalen um sich ein neues Buch zu holen.

Während Bibi sucht bildet sich wieder eine Schlange von Schülern die neue Bücher gefunden haben und diese ausleihen wollen. Bibi stellte sich diesmal brav hinten an. Plötzlich kommt eine von „meinen Mädels“ rein und musste schnell ins andere Gebäude. Sie sagte kurz „Hallo“ und fragte ob sie mir ihr Buch hinlegen kann damit ich es später ausbuche da sie schnell zu einer Klassenarbeit ins andere Gebäude müsse. Kein Problem ich nickte kurz und wünschte viel Glück.

Für Bibi wurde scheinbar die Zeit knapp und sie wollte in ihre Klasse zurück. Da Bibi Königin ist kann es nicht sein dass ich andere Schüler bevorzuge. Sie ging also an der Theke vorbei und legte das Buch, welches sie aus dem Real gezogen hat um es auszuleihen einfach aufs Buch vom Mädel und v ersuchte rauszuschleichen. Das brachte ihr erstmal einen bösen Blick und einen Rüffel ein. Sie setzte zwar an um zu protestieren aber mein „böser Blick“ reichte dann aber doch aus und sie stellte es schön zurück an seinen Platz. Also echt!

Ich denke langsam bin ich nicht mehr Bibis Freundin ;0)

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