Monatsarchiv: Mai 2013

Nicht frei von Vorurteilen

Wie bemühen uns ja (hoffentlich) alle unsere bestehenden Vorurteile zu hinterfragen und dann über Bord zu werfen. Manchmal muss man allerdings mit der Nase drauf gestoßen werden um zu merken dass man noch immer welche hat.

Neulich in der Schulbibliothek:

Zwei durchgestylte, recht stark geschinkte Mädels kamen rein und waren am tuscheln. Innerlich verdrehte ich die Augen und dachte mir „Na toll, entweder sind die gerade aus dem Unterricht geflogen oder wollen auf Facebook oder sonstwo surfen.“ Ich steckte sie sofort in die „Dummchenschublade“.

Sie gingen aber zielstrebig zu den Jugedbüchern. Eine quitschte plötzlich auf und meinte etwas laut „Ooooh, das hier habe ich schon gelesen das ist soooooooo toll!“ Daraufhin meinte ihre Freundin sie solle leiser sein da man in einer Bibliothek leise sein soll.

Sie wühlten sich durch die Regale, nahmen sich ein Buch nach dem anderen und erzählten sich was sie schon gelesen haben, was ihnen alles gefällt etc.

Sie fragten noch nach dem ein oder anderen Buch und reservierten ausgeliehene Bücher.

Sehr nette Leseratten und ich hätte mich am liebsten bei ihnen für meine anfänglichen Vorurteile entschuldigt.

 

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Die berühmte Kampfbibliothekarin?

Auf welche Idee Schüler so kommen können.

Eine Gruppe von 5 Schülerinnen kam nachmittags in die Bibliothek. Sie lungerten nach dem Abgeben ihrer Bücher noch etwas länger an der Theke rum. Dann begannen sie mir Fragen zu stellen. 

Wie ich Vampire finden würde, was mein Lieblingsbuch sei, wer mein Lieblingsprotagonist sei, ob ich gut englisch könne, ob ich in Deutschland geboren wäre und ob ich schonmal ein Buch geschrieben hätte.

Man kann sich vorstellen dass ich ab Frage 5 leicht irritiert war. 

Ich fragte warum sie das wissen wollten und nun kommts.

Sie lesen gerade ein Buch (Vampirlastig aber nicht Twillight) und auf der Rückseite eines Buches ist ein Photo der Autorin. Die Autorin ähnelt mir wirklich sehr und sie hatten den Verdacht dass ihre Schulbibliothekarin tagsüber in der Bibliothek arbeitet und nach Feierabend Bestseller verfasst. 

Wirklich sehr schmeichelhaft aber ich musste das verneinen, leider. Wie gerne wäre ich eine Schriftstellerin, in meinen total verkitschten Tagträumen sehe ich mich dann total kreativ schreiben, ganz in meiner fiktiven Welt gefangen – aber was soll ich sagen. 

Es ist mir nicht gegeben. Es muss auch Menschen geben die Kunst einfach genießen und nicht versuchen sollten sie zu schaffen 😉

Ich werde das von den Mädels erwähnte Buch nicht nennen da ich der Autorin wirklich ähnlich sehe – ich will ja weiterhin anonym bleiben.

 

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