Monatsarchiv: Januar 2014

Buchtipp

wunder

 

 

 

Heute möchte ich euch ein wirklich tolles Buch vorstellen.

Es geht um August, er leidet am sog Treacher-Collins-Syndrom. Sein Gesicht ist also deformiert. August wurde bisher zuhause von seiner Mutter unterrichtet und soll nun mit 10 Jahren in die Schule gehen.

Das Buch beschreibt nun wie August das meistert, welche Widerstände und offene Feindseligkeit er erdulden muss aber auch wie er Freunde gewinnt. Das Buch hat mich wirklich sehr berührt und auch wenn es teilweise etwas verkitscht amerikanisch rüberkommen mag, man kann sehr viel von August und seinem Umfeld lernen. Die Autorin schreibt so einfühlsam und mitreißend dass ich wirklich an ein paar Stellen weinen musste.

Toleranz, als Wort, fehlt gänzlich, kein erhobener Zeigefinger der einen schon mal nerven kann. Das Wort Freundlichkeit wird öfter verwendet und aus einfacher Freundlichkeit wächst eine Akzeptanz und „Normalität“ die wirklich ans Herz gehen und einen auch eigene Reaktionen reflektieren lässt.

Das Buch ist für Kinder ab 10 Jahren geeignet und auch empfehlenswert.

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Endlich eine Leseecke

Liebe Leser,

der Weihnachtsmann war auch in der Bibliothek. Nachdem ich den Direktor (den Neuen, ihr erinnert euch?) wochenlang bearbeitet habe und ein total schönes Gratissofa als Trumpf hatte wurde der Schulbibliothek endlich die Leseecke genehmigt. Das Pädagogenteam der Nachmittagsbetreuung half auch noch dabei den Direktor von der Notwendigkeit einer gemütlichen Leseecke zu überzeugen.

Zusammen mit einem treuen Leser der ersten Stunde (danke an Oli, Bier wird heute Abend im Training geliefert) brachten wir das Monstersofa zur Schule. Ich hatte das Sofa ehrlich gesagt etwas kleiner in Erinnerung und wir hatten etwas zu kämpfen. Der uralte Aufzug brachte mich mit diversen Aussetzern auch ganz schön ins Schwitzen und an den Rand einer Schnappatmung. Endlich im Bestimmungsstockwerk angekommen wurden lustlose Schüler durch die Erscheinung von meinem Helfer gleich zu lammfrommen und fleißigen Helfern. Ich glaube die hätten das Sofa noch neu bezogen wenn der riesige Kampfsportverteran sie darum gebeten hätten. Tagelang schauten mich diese Schüler noch mit einem Ausdruck von Unglauben und Respekt an. Ich habe sie einfach in dem Glauben gelassen dass dieser große, breite Kerl mein Mann sei. Oli wird mir das sicherlich verzeihen 😉 und mir diese kleine Schadenfreude gönnen.

Die Schulbibliothek habe ich dann zusammen mit ein paar Schülern umgestellt und umgestaltet. Es hängen nun Poster und Bilder an den Wänden und demnächst gibt es noch eine Pinnwand mit Rezensionen. Das war eine Idee einer Schülerin die fast alle Pausen und Freistunden in der Bibliothek ist und liest.

Das Sofa kam natürlich toll an und die Schüler die nun nachmittags zum lesen kommen wissen sie auch sehr zu schätzen. Schuhe werden ausgezogen, es wird pfleglich mit den Kissen umgegangen und wir haben viel mehr „Stammgäste“ die mal in einer Freistunde zum lesen kommen anstatt sich in der Cafeteria die Zeit zu vertreiben.

Ich selbst bin überglücklich nach nunmehr fast 8 jährigen Bemühungen, unzähligen Mails und Konzeptvorschlägen endlich einen kleinen Sieg errungen zu haben. Die Leseecke lag mir sehr am Herzen und bereichert die Bibliothek ungemein.

Ich hoffe sehr das ihr alle schöne Weihnachten hattet und so gut ins neue Jahr gestartet seid.

 

Eure Kampfbibliothekarin

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